Fr., März 29th 2024
Philippe Joye, ehemaliger Genfer Staatsrat und Architekt, wird für seine Beiträge und visionären Projekte geehrt.
Der ehemalige Genfer Staatsrat Philippe Joye (CVP) ist am Dienstag im Alter von 82 Jahren verstorben. Der Architekt, der seit mehreren Jahren an einer Krankheit litt, gehörte zwischen 1993 und 1997 eine Legislaturperiode lang der Regierung an und leitete das Departement für öffentliche Arbeiten.
Die politische Karriere von Joye begann 1985 im Grossen Rat. Von 1988 bis 1993 war die Christdemokratin erneut Mitglied des Parlaments, bevor sie in den Staatsrat gewählt wurde.
Im Jahr 2013 wechselte Joye zum Mouvement Citoyens Genevois (MCG) und wurde in den Grossen Rat gewählt. Da er gesundheitlich angeschlagen war, gehörte er dem Kantonsparlament nur ein Jahr lang an. Im April 2015 wurde er in den Gemeinderat von Vernier gewählt, trat aber schließlich zurück.
"Philippe Joye verfügte über ein hohes Maß an politischem und technischem Sachverstand", betonte Baertschi. Im eigenen Land war er nicht immer ein Prophet: Sein Grossprojekt, eine Verkehrsverbindung über den Hafen des Genfersees, wurde 1996 in einer Volksabstimmung abgelehnt.
"Er war ein Mann voller Freundlichkeit und Offenheit gegenüber anderen. Er hatte eine Sammlung von Krawatten mit dem Bild von Babar darauf, was ihm seinen Spitznamen einbrachte", erinnert sich Bärtschi.
Als Philippe in einem Freiburger Krankenhaus geboren wurde, wurde sein Zwillingsbruder mit einem anderen Baby vertauscht. Der Fehler wurde erst sechs Jahre später entdeckt und die beiden Kinder wurden ihren leiblichen Eltern zurückgegeben.
©Keystone/SDA