Di., Apr. 9th 2024
Die Schweiz geht hart gegen Cyber-Betrug vor und klagt einen französisch-israelischen Staatsbürger wegen Veruntreuung von Millionenbeträgen an.
Die Schweizerische Bundesanwaltschaft (BA) hat Anklage gegen einen mutmaßlichen Cyber-Betrüger erhoben. Sie wirft dem französisch-israelischen Doppelbürger vor, mehr als fünf Millionen Franken von den Bankkonten verschiedener in der Schweiz ansässiger Unternehmen veruntreut zu haben.
Der Mann und weitere mutmasslich von Israel aus operierende Täter nutzten die Masche falscher Banktechniker, um Geld von Bankkonten Schweizer Firmen auf Bankkonten in der Schweiz und im Ausland umzuleiten, teilte die Bundesanwaltschaft am Dienstag mit.
Das OAG erstattete Anzeige wegen unbefugter Datenbeschaffung, unbefugten Eindringens in ein Datenverarbeitungssystem und betrügerischen Missbrauchs eines Datenverarbeitungssystems, heißt es weiter.
Die Westschweiz war von 2016 bis 2018 von einer Reihe von Betrugsfällen betroffen. Die Gruppe soll über Firmenzugangskonten E-Banking-Sitzungen eröffnet und beträchtliche Geldbeträge abgezweigt haben. Die OAG eröffnete im Juni 2017 eine erste Strafuntersuchung gegen Unbekannt.
©Keystone/SDA