Fr., Apr. 12th 2024
Die kantonalen Polizeidirektoren initiieren ein Projekt, um die Überlastung der Strafverfolgungsbehörden zu analysieren und abzubauen.
Die kantonalen Polizeidirektoren wollen gegen die Überlastung der Schweizer Strafverfolgungsbehörden vorgehen. Am Freitag haben sie ein Projekt verabschiedet, das die Ursachen der Überlastung analysieren und Massnahmen dagegen vorschlagen soll.
Die Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren (KKJPD) schreibt in einer Medienmitteilung vom Freitag, dass die kantonalen Strafverfolgungsbehörden seit einiger Zeit überlastet sind. Die Schweizer Justiz steht mit über 100'000 offenen Fällen am Rande des Kollapses.
Die Justiz- und Polizeidirektoren vermuten, dass einer der Gründe dafür die "Verkomplizierung der Strafverfahren" seit der Einführung der Bundesstrafprozessordnung vor zwölf Jahren ist.
Das neue Projekt will nun verlässliche Zahlen dazu erheben. Es wird laut KKJPD auch Fragen zur Prioritätensetzung der Kantone sowie zu möglichen Effizienzgewinnen durch die Digitalisierung und insbesondere zu den Einsatzmöglichkeiten von künstlicher Intelligenz (KI) stellen.
©Keystone/SDA